Füße gut – alles gut

 

Unsere Füße leisten Schwerstarbeit. Sie werden eingezwängt, gedrückt, manchmal sogar getreten und kriegen kaum Luft. Dabei tragen sie auch noch unser ganzes Gewicht, wohin wir wollen.

 

Häufige Rückenschmerzen sollten unbedingt Anlass geben, auch die Füße mit in den Fokus zu stellen. Diese sind für die korrekte Statik Ihres Körpers verantwortlich. Es ist wie beim Hausbau: ist das Fundament nicht in Ordnung, steht das ganze Haus schief.

 

Wenn die Füße ihre Spannung verlieren, können Probleme an der Wirbelsäule auftreten. Die Beschwerden beginnen anfangs im unteren Rücken und können sich bis in die Halswirbelsäule fortsetzen. Die Füße bilden also die Basis für eine gesunde Körperhaltung. Und das Schöne ist: sie sind lernfähig bis ins hohe Alter!

 

Die komplexe Methode Ismakogie ermöglicht durch minimalistische Körperarbeit, beginnend an den Füßen bis hin zum Gesicht, auf der Basis der Anatomie des menschlichen Körpers und weiterer Naturgesetze, die spielerische Leichtigkeit von Haltung und Bewegung wieder zu erlangen.

 

Was ist Ismakogie?

Ismakogie ist eine Haltungs- und Bewegungslehre, die einen ganz anderen Ansatz im Umgang mit Schmerzen und Einschränkungen ermöglicht. Sie bietet einen guten Weg, in jedem Alter mobil und fit zu bleiben und dient daher auch der Prophylaxe. Prof. Anne Seidel aus Wien hat mit der Ismakogie ein methodisch aufgebautes Übungsprogramm für den gesamten Körper, von den Füßen bis ins Gesicht, entwickelt. Es ist leicht in den Tagesablauf integrierbar: ohne zu schwitzen, an jedem Ort und in jeder Kleidung.

 

Beispiele für die Auswirkungen von Ismakogie:

Ismakogie & Zähne

Viele Menschen leiden an Funktionsstörungen und Erkrankungen des Bewegungssystems. Oft treten gleichzeitig Probleme des Bisses und der Zahnstellung auf, wie zum Beispiel: Knacken des Kiefergelenkes, Schmerzen am Kiefer oder im Gesicht, Zähneknirschen.  Die Folge sind Abnutzungserscheinungen der Zähne.

 

Eine erhöhte Muskelspannung, bis hin zur Dauerspannung der Muskulatur, die sich über eine Vielzahl von Muskelketten über Gelenke und Wirbelsäule im gesamten Bewegungsapparat fortsetzt, lässt den Zusammenhang im Körper erkennen.  Auslöser können die Zähne oder auch die Füße sein.

 

Die Betroffenen kennen die Auswirkungen nur zu gut:

  • schmerzhafte Gelenke, Muskelverspannungen,
  • Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäule,
  • Bandscheibenerkrankungen, Kopfschmerzen und Migräne, Ohrgeräusche usw.

Die permanente Überreizung der Muskulatur erschöpft und ermüdet die Menschen. Folglich ist oft die Psyche betroffen.

Mit den Übungen der Ismakogie werden die Funktions- und Reaktionsfähigkeit der Muskulatur unterstützt. Die Körperwahrnehmung im Bereich unserer Haltungs- und Bewegungsmuster wird geschult, so dass der Unterschied zwischen ökonomischen und Verschleiß verursachenden Mustern deutlich wird.

 

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse ( z. B. Propriozeption, Hirnforschung) bestätigen Sinn und Wirkung der Ismakogie, deren Basis die Anatomie des menschlichen Körpers ist. Unser Körper unterliegt erkennbaren Gesetzmäßigkeiten, denen der Bewegungsapparat unterworfen ist. Große und kleine Muskeln arbeiten in fein aufeinander abgestimmten Aktionen, die durch das propriozeptorische System koordiniert werden.

 

Die aktuelle Hirnforschung bringt uns die Erkenntnis, dass unser Verhalten erworben und nicht ererbt ist. Durch Spiegelneuronen übernehmen wir erlebte Muster. So lernen wir als kleine Kinder allein durch beobachten u. a. Körperhaltung und Bewegung von unseren erwachsenen Bezugspersonen.

 

Genauso können wir in jedem Alter umlernen und dabei hilft die Ismakogie auf einfache und sofort umsetzbare Weise.


Ismakogie & Psyche

Nach jahrhunderter langer Aufteilung des menschlichen Körpers in einzelne Bereiche und absoluter Trennung von Körper & Psyche erkennen die Mediziner und Psychologen seit einigen Jahren mehr und mehr die Zusammenhänge. Und sie erkennen sie an!

 

Es gibt bereits viele Untersuchungen, die nachweisen, dass Veränderungen in Haltung und Bewegung sich auf unsere psychische Verfassung auswirken. Und natürlich wirkt es umgekehrt ebenso.

 

„Unser Körper reagiert auf selbsterzeugte Bilder im Kopf, als ob sie Realität wären…wir reagieren auf jeden Gedanken, auf jedes Bild auch körperlich…wir verkörpern in unseren Muskeln und schließlich auch in unserer Haltung all das, was wir aus unserem psychischen Haushalt verdrängen oder unterdrücken: Konflikte, Ängste, Komplexe … jeder Gefühlsausdruck ist Bewegung, muskuläre Arbeit von innen nach außen…“ (Psychologie heute compact, Heft 26, 2011, S.67 ff).

 

Ein bekannter Psychoanalytiker hat es einmal so formuliert:

"Muskelschmerzen sind eingefrorene Emotionen".

Der Körper ist Spiegel der Seele. Unsere Haltung und die Art, wie wir uns bewegen, verursachen Veränderungen der biochemischen Prozesse im Gehirn und beeinflussen somit auch unsere Stimmung.

 

Muskuläre Verspannungen können körperliche Fehlhaltungen oder psychische (Dauer-)Belastungen als Ursache haben. Und so gibt es auch mindestens zwei Wege, diese Verspannungen wieder loszuwerden.

 

Die Möglichkeiten, die die Methode Ismakogie in diesem Zusammenhang bietet, passen absolut in die heutige Zeit, in der niemand mehr Zeit hat.

 

Die Ismakogie ist weder Sport noch Gymnastik sondern wird einen Schritt davor aktiv.

 

Sie steigert signifikant die eigene Körperwahrnehmung und schafft somit Bewusstsein für unseren Körper. Und mit dieser Bewusstheit, unterstützt durch kleine Übungen, können wir zum Beispiel verschleißverursachende in ökonomische Bewegungs- und Haltungsmuster umgestalten.

 

Ismakogie ist im Alltag gelebte Anatomie.

Frau Prof. Anne Seidel hat diese Methode vor ca. 60 Jahren in Wien entwickelt und erhielt dafür u. a. das Bundesverdienstkreuz. Sie hatte die Gabe, die Ismakogie in kurzen prägnanten Sätzen zu beschreiben:

„Wir schaffen nichts als die Ordnung!“ und das ist muskulär gemeint. Oder: „Dauereinsatz bringt Dauerwirkung!“, „Druck erzeugt Gegendruck!“


Ismakogie & Beckenboden

Die Muskeln, die Ihren Beckenboden nach unten verschließen, bilden sozusagen eine Hängematte. Auf dieser ruhen die unteren Bauchorgane wie Blase, innere Geschlechtsorgane und der Enddarm.

 

Der Beckenboden spannt sich flächig zwischen den unteren Schambeinästen, den Sitzbeinen und dem Steißbein aus  Er besteht aus Muskulatur und Bindegewebe und stützt die Beckeneingeweide sowie indirekt auch die anderen inneren Organe. Bei Mann und Frau treten die Harnröhre und der Analkanal (Endstück des Mastdarms) durch die Beckenbodenmuskulatur hindurch, bei Frauen zusätzlich noch die Vagina. Diese stellen die Schwachstellen des starken Muskelgeflechts dar.

 

Schwerkraft und Bauchinhalt wirken permanent auf die Beckenbodenmuskeln.

 

Eine elastische Beckenbodenmuskulatur verhindert Inkontinenz bzw. schafft Abhilfe bei bereits vorhandenen Beschwerden. Die Beckenbodenmuskeln unterstützen und entlasten die Wirbelsäule und nicht zuletzt verhelfen gut trainierte Beckenbodenmuskeln zu mehr Freude beim Sex.

 

Bei fast allen Übungen für einen stabilen Beckenboden trainieren Sie gleichzeitig die Bauch- und Gesäßmuskulatur. Allein schon durch bewusstes Atmen oder aufrechtes Sitzen können Sie all diese Muskelgruppen kräftigen, ohne dass irgendjemand etwas davon merkt.

 

Darüber hinaus steht die Beckenbodenmuskulatur in enger Beziehung zu den Fuß- und Mundbodenmuskeln. Wenn Sie ein Doppelkinn vermeiden wollen, trainieren Sie Ihren Beckenboden! Ismakogie-Übungen wirken wie ins Wasser geworfene Kiesel: Ihre Wirkung breitet sich wellenförmig durch den ganzen Körper aus, bis ins Gesicht, bis in die Füße. Alle Übungen sind jederzeit und überall zu praktizieren.

Stellen Sie sich vor, dass Sie eine dicke Zitronenscheibe im Mund haben und beobachten Sie die Reaktionen des Körpers. Falls Sie sich selbst nicht gleich auf die Schliche kommen, lernen Sie in meinen Kursen Ihren Körper besser wahrzunehmen.


Ismakogie & das Gesicht

Das Gesicht wird oft „Spiegel der Seele“ genannt  und es verändert sich im Laufe des Lebens.

 

Gedanken, Gefühle, Befindlichkeiten – all das kommunizieren wir durch unser Gesicht. Schon Säuglinge lesen und lernen von der Mimik der sie umgebenen Personen. Menschen, die eine andere Sprache sprechen bzw. nicht hören können sind auf diese Kommunikationsform angewiesen.

 

„Das Gesicht spricht Bände“ und unsere Gesichtsmuskulatur ist permanent in Bewegung: wir rümpfen die Nase, runzeln die Stirn, blinzeln mit den Augen, zucken mit den Mundwinkeln. Im Laufe unserer Lebensjahre entstehen Falten im Gesicht, die verschiedene äußere und innere Ursachen haben. Wir nennen es auch „das Lesebuch des Lebens“.

 

Trotz  des Alters kann das Gesicht eine jugendliche Ausstrahlung haben. Neben der äußerlichen Unterstützung durch Pflege und Kosmetik spielen dabei Faktoren unserer Lebensweise wie Ernährung, Nikotin, Alkohol, Stress, Schlaf, Bewegung an frischer Luft und Körperhaltung eine entscheidende Rolle. Kosmetik pflegt äußerlich das Gesicht, Ismakogie unterstützt von innen heraus den Muskelaufbau und die Form. Eine aktive Gesichtsmuskulatur wirkt verjüngend.

 

Körperhaltung und Mimik haben gemeinsame Wurzeln im Unterbewusstsein. Die Auswirkungen einer schlechten Körperhaltung auf die Mimik motivierte Frau Prof. Anne Seidel zum Studium der Anatomie und der Bewegungsabläufe von uns Menschen. Dabei erkannte sie zahlreiche Zusammenhänge zwischen Körperhaltung, Bewegung und Mimik.

 

Das Ergebnis ihrer jahrelangen Studien ist die Methode Ismakogie, die inzwischen unzähligen Menschen zu einer harmonischen Körperhaltung verholfen hat. Die alltäglichen Bewegungsabläufe werden optimiert und möglichst zu naturgemäßen Mustern umgestaltet.

 

Dieser Prozess beginnt am entgegengesetzten Ende: an den Füßen. Erst wenn die Basis wieder im Lot ist finden wir zu natürlich entspannten Gesichtszügen zurück. Jeder hat die Möglichkeit, sein Gesicht harmonisch strahlen zu lassen. Innere Schönheit ist keine Frage des Alters! Entscheiden Sie sich jetzt für mehr Leichtigkeit im Leben und damit für eine entspannte Ausstrahlung.